Simon Anholt

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Simon Anholt berät Regierungen in aller Welt, wie sie das Markenimage ihres Landes oder ihrer Stadt verbessern, um so im internationalen Wettbewerb um mobile Wissensarbeiter erfolgreich zu sein. Anholt hat die Begriffe "Nation Branding" und "City Branding" geprägt.

Worauf kommt es an, wenn man Städte oder Nationen als Marken betrachtet?
Simon Anholt: Die fast 20.000 Menschen, die wir jährlich befragen, nennen immer wieder drei Bereiche, die heute wichtig zu sein scheinen, vor 15 Jahren aber noch keine Rolle spielten. Erstens: Technologie. Menschen mögen Städte, die modern erscheinen. Und Modernität wird durch
Technik und Architektur wahrgenommen.

Eine Stadt wie Tallinn, die überall umsonst drahtloses Internet anbietet, macht das also richtig?
Anholt: Ja, so etwas ist heute extrem wichtig. Zweitens: Menschen mögen keine Städte, die sich nicht um die Umwelt kümmern. Sie sind zugleich immer skeptischer, was dieses Thema angeht, es wird also immer schwieriger, sich nur einen grünen Anstrich zu geben.

Und der dritte Punkt?
Anholt: Den nenne ich den "Was-habe-ich-davon?-Faktor". Als ich vor 15 Jahren mit meinen Untersuchungen angefangen habe, schauten die Befragten ganz abstrakt auf fremde Länder und Städte, sie fragten sich zum Beispiel: Mag ich den Klang des Namens? Heute sind wir erheblich mobiler geworden und Menschen stellen sich viel öfter vor, tatsächlich in einem anderen Land zu arbeiten und zu leben. Dadurch ist der Blick auf ferne Orte persönlicher und praktischer geworden: Was bietet mir diese Stadt? Spricht man dort Englisch? Diese globale Mobilität ist oft nur ein Klischee. Wenige wandern wirklich aus. Auch wenn die meisten Menschen bleiben, wo sie sind – mir geht es um das Gefühl: Sie schauen sich Städte als potenziellen Wohnort an. Geben sich nicht alle Städte Mühe, modern, umweltfreundlich und offen zu wirken? Was wäre denn ein Gegenbeispiel? Das Image von Italien wird in meinen Studien seit fünf, sechs Jahren immer schlechter. In Rom und Mailand werden nicht die richtigen Reflexe bedient: Italien wirkt einfach nicht modern. Niemand kauft italienische Computer.

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Zitate aus Meconomy

»Starting your own business is risky, but the recent economic turmoil suggests that we should recalibrate our notions of safety. The working world used to be divided into safe but boring jobs, and exciting but risky ones. Of late, many of the supposedly safe professions have been decimated – which should help us let go of illusions of safety.«

— Alain de Botton, Monocle‚ Small Business Guide’ 2009/10

»Mehr mit unternehmerischem Mut als mit Staatsgläubigkeit wollen die Bundesbürger Wege in die Zukunft beschreiten.«

— Horst Opaschowski, Zukunftsforscher

»Gib den Menschen Kontrolle und wir werden sie nutzen. Tue es nicht und Du wirst uns verlieren.«

— Jeff Jarvis, Medientheoretiker

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